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Das realistischste „FIFA“ aller Zeiten

Thursday, 30 July 2015 6:34:56 PM America/Los_Angeles

Taktik statt Tempo

 Die größte spielerische Neuerung in „FIFA 16“: Das Spiel ist langsamer geworden. Was sich im ersten Moment langweilig liest, ist in Wirklichkeit ein Segen für die Fußballsimulation. „FIFA 15“ bot Hochgeschwindigkeitsfußball, bei dem Angriff auf Angriff folgte. Mit realistischem Fußball hatte das oft nur noch wenig zu tun.

„FIFA 16“ konzentriert sich stärker aufs Mittelfeld. Im Vorgängerspiel hatte man dieses meist einfach mit hohen Flanken in den Lauf überbrückt. Nun wird es zum taktischen Zentrum für geschickte Vorstöße.

 

Sinnvolles Passen

 Erkennt man in der Verteidigung des Gegners eine Lücke, bieten sich verbesserte Passvarianten an, um diese auszunutzen. Ein neues Feature nennt EA Sports „Passing with Purpose“. Dahinter verbirgt sich ein neuer Flachpass, der aber dank gedrückter R1- beziehungsweise RB-Taste deutlich mehr Kraft hat und schneller beim Mitspieler ankommt. Einziger Haken: Ist der Mitspieler nicht auf das Zuspiel vorbereitet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er den Ball verstolpert.

Auch die Flanken hat EA Sports noch einmal überarbeitet. Diese sollen nun gezielter in den Lauf gespielt werden können, um für mehr Kopfballgefahr vor dem Kasten zu sorgen, als es bei „FIFA 15“ der Fall war. Beim Anspielen war davon aber nicht viel zu spüren.

Schlauere Spieler sorgen für starke Verteidigung

 Die computergesteuerten Mitspieler sind in diesem Jahr intelligenter als zuvor. Das macht sich an Kleinigkeiten bemerkbar: Spieler verlassen ihre Position, weil sie eine Spielsituation frühzeitig als gefährlich einstufen, sie schmeißen sich eher in Zweikämpfe, stehen nach missratenen Grätschen sofort wieder auf und fangen Bälle häufiger ab. Auch dafür hat EA Sports sich einen Begriff einfallen lassen: „Interception Intelligence“.

Durch die schlaueren Verteidiger wird „FIFA 16“ taktischer als der Vorgänger, denn man muss nun noch gezielter nach Lücken suchen. Finden Angreifer eine Lücke, steht ihnen schließlich noch der Torwart gegenüber. Auch die Torhüter sind in diesem Jahr realistischer als zuvor. EA Sports hat die Goalies besser ausbalanciert – zum Glück!

Bei „FIFA 15“ schwankte die Leistung der Torhüter oft zwischen Titan und Trottel. Manchmal hielten sie todsichere Buden, andere Billigschüsse ließen sie für anstürmende Angreifer abtropfen: Ihnen fehlte die Konstanz. Das soll im neuen „FIFA“ alles besser sein. Beim Anspielen machte sich das noch nicht so richtig bemerkbar. Immerhin: Einen wirklichen Patzer leistete sich keiner.

 Virtuelle Dribbelkönige

 Der stärkeren Defensive können die Stürmer neue Dribblings entgegensetzen. EA Sports führt ein neues Feature namens „No Touch Dribbling“ ein. Meistert man dieses Dribbling, tanzen Spieler um den Ball herum, schlagen Finten, ohne den Ball dabei zu berühren – im Stile von Messi und Co. Wenn es gelingt, sieht das schick aus.

Zumindest bei der spielbaren Vorabversion stellte sich das „No Touch Dribbling“ jedoch als Hürde heraus: Man bewegt nicht nur wie bei anderen Spezialmanövern den rechten Stick, sondern muss gleich eine Kombination aus Stick und zwei Schultertasten aktivieren. Gut möglich also, dass diese Moves Anfänger überfordern werden.

Grundsätzlich erleichtert EA Sports allerdings den Einstieg in „FIFA 16“. Ein neues Werkzeug namens „FIFA Trainer“ kann bei Bedarf angeschaltet werden und blendet dann in jeder Spielsituation die möglichen Optionen ein.

 

Toll animierter Frauenfußball

 Alle spielerischen Änderungen sind übrigens auch bemerkbar, wenn man mit einer der zwölf Frauenfußball-Nationalmannschaften spielt. Die Fußballerinnen spielen sich kein bisschen anders als ihre männlichen Kollegen. Sie sind lediglich anders animiert: Die langen Haare wedeln bei Sprints, die Bewegungen wirken etwas weicher.

EA Sports hat nicht einfach weibliche Köpfe auf die männlichen Körper gepackt, sondern die Stars des Frauenfußballs mittels Motion Capturing ins Spiel importiert. Beim Anspielen machte das Spielen mit den weiblichen Teams Spaß – und „FIFA“ wird damit noch realistischer als zuvor.

 

Virtuelles Freistoß-Spray

 Um größtmöglichen Realismus zu erzielen, setzt EA Sports außerdem auch in diesem Jahr auf etliche kosmetische Korrekturen. Die Schussanimationen wurden vielfältiger gestaltet, Fußballer schauen dem Ball nach, anstatt nur stur nach vorn zu starren. Das Wetter ist abwechslungsreicher, wie auch die Lichtverhältnisse auf dem Platz. Und nach einem Tor kann man neuerdings mit der Seitenkamera interagieren.

Besonders witzig: Bei Freistößen holt der virtuelle Schiri nun auch das Freistoßspray heraus. Wie bei einem echten Fußball-Match.

Bereits im vergangenen Jahr setzte „FIFA 15“ auf etliche solcher Spielereien und Video-Einblendungen, um dem Spiel einen noch realistischeren Anstrich zu verpassen. Allerdings hatte man da das Gefühl, dass die ganze Show zulasten des Gameplays eingebunden wurde. „FIFA 16“ weckt die Hoffnung, dass die kosmetischen Korrekturen ein schicker Bonus sind, es den Machern aber in erster Linie um eine ausgewogene, unterhaltsame Fußball-Simulation ging.

 

Ausblick

 „FIFA 16“ ist keine Genre-Revolution, aber drosselt glücklicherweise das übertriebene Tempo des Vorgängers. Neue Pässe, bessere Verteidiger und Torhüter sorgen für taktischen Tiefgang, ansonsten versucht das Spiel, mit etlichen kosmetischen Änderungen zu punkten. Dadurch wird es das realistischste „FIFA“ aller Zeiten!

Ob „FIFA 16“ der erhoffte Kracher wird, hängt aber letztlich auch davon ab, was sich EA Sports in Sachen Karriere- und „Ultimate Team“-Modus ausgedacht hat. Dazu wollte der Hersteller beim Anspieltermin noch nichts verraten. Spielerisch macht „FIFA 16“ jedenfalls Spaß – übrigens auch wenn man mit den Frauen kickt.

„FIFA 16“ (EA Sports) erscheint am 24. September für PC, Playstation 4, Playstation 3 sowie Xbox One und Xbox 360.

Posted in Fifa By

DORIAN GORR